Wie Du in 3 Schritten den richtigen Designer findest

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Gelbe_Seiten

Beantwortet man bei Veranstaltungen oder im Freundes- und Bekanntenkreis die Frage was „man denn so beruflich mache“ mit den Worten „ich bin Grafikdesigner aus Stuttgart und entwickle Marken und gestalte im Anschluss die damit verbundenen Medien“, landet das Gespräch früher oder später fast immer beim Thema Preis.
Jeder scheint dann jemanden zu kennen, der ihm das neue Logo „so nebenbei“ erstellt hat, oder es fällt der Satz: „das gibt es doch jetzt auch im Internet, da bekomme ich gleich duzende von Entwürfen für kleines Geld“, usw. Ich werde dann eigentlich immer ruhiger und schaffe es schließlich nur mit Mühe, mir noch einmal Gehör zu verschaffen: „Wenn man lange genug sucht, findet man bestimmt auf der Welt jemanden, der einem das Logo sogar kostenlos erstellt! Es ist doch immer die Frage, wo ich mit meinem Business stehe und was ich von einem 5-Dollar-Logo erwarten kann!“ Das leuchtet dann meistens ein und man kann sich dann darauf einigen, dass man bei dieser Frage offenbar differenzierter vorgehen muss.
Damit Du in Zukunft diese Diskussion gar nicht (mehr) führen musst und in jeder Phase den richtigen Designer oder eine geeignete Agentur für Dein Business findest, will ich Dir kurz erläutern, mit welchen drei Schritten Du den richtigen Designer findest.

 

1. Schritt – Wo stehst Du mit Deinem Business gerade?

Der erste Schritt ist aus meiner Sicht immer kurz zu überlegen, wo Du mit Deinem Business oder Deinem Unternehmen aktuell stehst.

Wenn Du z. B. eine Geschäftsidee am Wochenende hattest und nur einmal am Montag darauf prüfen willst, ob sich dafür auch (genügend) Kunden begeistern lassen, würde ich persönlich natürlich auch die Kosten so gering wie möglich halten wollen, und mich eher Richtung einem Internetdienst wie www.99designs.de oder einem günstigen Angebot bei www.fiverr.com und co. orientieren, bevor ich hier richtig Geld in die Hand nehmen würde.

Was auf der anderen Seite aber auch klar sein dürfte: wenn man ein global agierendes Traditions-Unternehmen führt, wäre man man mit den oben genannten Anbietern sicher nicht gut beraten, bzw. würde hier der Marke vermutlich eher schaden.

Was heißt das jetzt für Deinen 1. Schritt? Ich persönlich würde im 1. Schritt immer versuchen, einen potenziellen Dienstleister auf die „visuelle Reichweite“ meines Unternehmens abzustimmen, da die Prozesse und Anforderungen mit der Zunahme der visuellen Reichweite eines Unternehmens ebenfalls Wachsen. Im folgenden Schaubild kannst Du grob prüfen, welche Kategorie für Dich am besten passt:

Grafik_Reichweite

Beispiel: Du betreibst seit drei Jahren eine Autowerkstatt mit sieben Mitarbeitern. Deine ca. 975 Kunden kommen teilweise schon aus dem nächsten, ca. 10 km entfernten Ort. In diesem Fall wärst Du vermutlich mit einem Grafikdesigner am besten dran, da Du zumindest ein Grundkonzept für Deine Außendarstellung benötigst und das Logo schon auf verschiedene Medien und Formate angepasst werden sollte.

Natürlich sind hier die Übergänge der Gruppen ein Stück weit fließend und daher brauchst Du noch weitere Anhaltspunkte.

 

2. Schritt – Was genau benötigst Du?

Die Auswahl aus dem 1. Schritt gibt Dir schon einen ersten Anhaltspunkt, allerdings berücksichtigt dieser noch nicht, welche Dienstleistungen etc. Du schon von Dir aus benötigst (oftmals ergeben sich im späteren Prozess noch Anpassungen an den tatsächlichen Bedarf). Es könnte ja sein, dass Du z. B. ein Grill-Restaurant als deutschlandweite Kette planst und somit neben den üblichen Drucksachen wie Briefpapier, Visitenkarten etc. noch ein Konzept für die komplette Inneneinrichtung brauchst, welches Deine Firmenfarben, den gewünschten „Look“ etc. zumindest einmal aufgreifen soll. D. h., im 2. Schritt würde ich mir die von Dir aus schon als nötig erachteten Leistungen einmal notieren, damit Du diese später in Deiner Anfrage angeben kannst. Nun ergeben sich vielleicht noch Anpassungen der im 1. Schritt gewählten Kategorie nach oben oder unten.

Beispiel: Du betreibst zwar die oben genannte Autowerkstatt, willst aber jetzt richtig Gas geben, die vertrockneten Blumen entsorgen und die Einrichtung endlich einmal auf die Firmenfarben anpassen. In diesem Fall wärst Du vermutlich mit einer Designagentur am besten dran, da hier meistens auch Produkt-Designer und/oder Innenarchitekten mit an Board sind, welche hier aktiv werden können.

 

3. Schritt – Die Recherche in der bestimmten Gruppe

Nach diesen zwei Schritten weißt Du nun schon einmal ungefähr, in welcher Gruppe an Dienstleistern Du mit Deiner Suche starten kannst. In meinem kleinen Schaubild habe ich ja schon einmal die vier Gruppen aufgeführt. An Deiner Stelle würde ich nun drei Anbieter in Deiner Gruppe heraussuchen und jeweils eine Anfrage mit Deinen Anforderungen stellen. Dabei kannst Du noch die folgenden Punkte berücksichtigen:

  • Größe: passt die Größe des Unternehmens (siehe auch 1. Schritt)?
  • Distanz: benötige ich den persönlichen Kontakt oder kann ich auch über Skype etc. kommunizieren?
  • Kompetenzen: hat der Anbieter schon ähnliche Projekte realisiert und/oder bietet er meine gewünschten Leistungen an?
  • Referenzen: gefallen mir die gezeigten Arbeiten?
  • Chemie: Ist mir mein Gesprächspartner/ist der Chef sympathisch?

Abschließend heißt es dann nur noch: Angebote vergleichen, verhandeln und (hoffentlich) beauftragen.

 

Hier findest Du einige Datenquellen, wo Du nach geeigneten Anbietern suchen kannst:

Low-Budget
www.99designs.de
www.fiverr.com
www.machdudas.de
www.designenlassen.de

Grafikdesigner/innen und kleinere Büros
www.agd.de
www.dasauge.de (unter „Profile“ > „Designer“)

Designagenturen
www.dasauge.de (unter „Profile“ > „Agenturen“)
www.designmadeingermany.de
www.ci-portal.de

Globale Agentur-Netzwerke
www.ci-portal.de

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